Max Kaufmann

1864–1916

Literarhistoriker · Lyriker · Schriftsteller

Biografie

Max Kaufmann wurde am 24. Juni 1864 in Hamburg als Sohn des Bankiers David Kaufmann und dessen Ehefrau Rosa Kaufmann, geborene Kaufmann, geboren. Er entstammte einer jüdischen Familie und erhielt in Hamburg seine schulische und geistige Ausbildung. Obwohl er zeitweise im väterlichen Bankhaus tätig war, galt seine eigentliche Leidenschaft früh der Literatur und den wissenschaftlichen Studien.

Kaufmann war ein regelmäßiger Besucher akademischer Hörsäle, in denen er philosophische und literarische Vorlesungen – unter anderem bei Professoren wie Erich Schmidt und Gustav Roethe – hörte. Mit besonderem Interesse verfolgte er die naturalistische Bewegung des jungen Deutschland, doch blieb der Schwerpunkt seiner Arbeit dem Studium Heinrich Heines gewidmet. Durch eingehende Quellenstudien und bislang wenig berücksichtigtes Material gelang es ihm, neue Beiträge zur Heine-Forschung zu leisten, die er in mehreren Schriften veröffentlichte.

In seinen späteren Lebensjahren hielt er sich häufig in Südeuropa auf, insbesondere in Rom, Neapel, Florenz, Genua, Mailand und Zürich, behielt jedoch Hamburg als festen Wohnsitz bei.

Kaufmann profilierte sich als Schriftsteller und Literaturhistoriker, insbesondere als engagierter Heinrich-Heine-Forscher. Seine Arbeiten zeichneten sich durch eine psychologisch orientierte Deutung, intensive Quellenarbeit und eine deutliche Sensibilität für die biographischen Voraussetzungen von Heines Werk aus. Damit trug er wesentlich zur differenzierten wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Dichter bei.

Das Leben Max Kaufmanns nahm ein tragisches Ende: Er verstarb am 9. Juli 1916 im Alter von 52 Jahren in der Irrenanstalt Friedrichsberg in Hamburg. Über die näheren Umstände seines Aufenthalts und seines Todes ist wenig überliefert; sein Lebensende deutet jedoch auf erhebliche persönliche oder psychische Belastungen hin.

Max Kaufmann hinterließ ein beachtliches wissenschaftliches Werk, das in der frühen Heine-Forschung eine nicht unerhebliche Rolle spielte. Seine Studien dokumentieren eine intensive, lebenslange Auseinandersetzung mit Heinrich Heine und spiegeln zugleich die literaturwissenschaftlichen Strömungen der Jahrhundertwende wider.

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Werke

  • Heinrich Heines Liebestragödien. Litterar-historische Studie

    1897

    Autor · CRITICISM

  • Heines Charakter und die moderne Seele. Eine Studie mit neuen Briefen und dem bisher verschollenen Jugendgedicht „Deutschland 1815“

    1902

    Autor · CRITICISM

  • Heinrich Heine contra Graf August von Platen und die Homo-erotik

    1907

    Autor · CRITICISM

  • Heinrich Heine’s letzter Liebestraum. Fünf Akte

    1907

    Autor · Drama

Ausgaben in der Sammlung

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  • Titelblatt

    Heinrich Heines Liebestragödien. Litterar-historische Studie

    1897

    Verlag: Verlag von Stern’s litterarischem Bulletin der Schweiz, Zürich

    Umfang: 70 Seiten

  • Titelblatt

    Heines Liebesleben

    1897

    Verlag: Albert Müller, Zürich

    Umfang: IX, 147 S.

Quellen